Angst vor dem BÖSE sein - Warum auch hochsensible Mamas keine Engel sein müssen

Du kennst das sicher. Dein hochsensibles Kind tickt immer mal wieder richtig aus. Und Du? Du versuchst es hinzunehmen und es zu beruhigen, (altersgerecht) mit ihm zu reden?

Du erlaubst dir nicht auch mal wütend zu werden, weil hochsensible Mamas in den meisten Fällen, nun mal liebevolle Engel sind.

Sie tun alles für jeden anderen und vor allem für ihre Kinder.

Das tun "normale" Mütter auch ja, aber bei uns ist es nochmal eine ganz andere Nummer ;)

Du bist liebevoll, fühlst jeden Schmerz, jede Enttäuschung und jeden Rückzug tausendmal schlimmer als die anderen Mütter. Du findest dich oft in Situationen wieder in denen du dir einfach nur vorkommst, als wärst du auf einem fremden kaltherzigen Planeten gelandet und wenige können das wirklich verstehen.

 

Auch du musst kein Engel sein

 

Die Wahrheit ist du bist auch nur ein Mensch. Ein hochsensibles Wesen zwar, aber dies bedeutet nicht, dass du alles hinnehmen musst.

Auch nicht von deinen Kindern. Vergiss nicht du tust dir und deiner Seele damit weh. Genauso weh, wie man dir getan hat, als man dich überhaupt in diese Situation gebracht hat. Auch deinem Kind hilfst du damit nicht. Ja, im ersten Augenblick mag es so scheinen, als ob es besser wär deine Enttäuschung und deine Wut nicht zu zeigen. Aber überlege mal. Hilfst du deinem Kind - gerade deinem hochsensiblen Kind - damit wirklich, wenn es an deinem Beispiel lernt, dass es besser ist runterzuschlucken und alles zu übergehen? Mal abgesehen davon, dass du dann auch nicht authentisch bist und dein Kind verwirrt ist, da es doch deine Wut fühlt. Du willst ein autarkes Kind. Einen Menschen, der sich später mal in seinem Leben zurechtfindet und ehrlich ist zu anderen. Aber am meisten ehrlich zu sich selbst. Die innere Wahrheit zu fühlen und zu leben ist oft gerade für hochsensible Menschen eines der wenigen Dinge, die ihm in schwierigen Situationen noch ein bisschen Halt und Vertrauen in die Welt geben.

 

 

Was also tun? Genauso austicken?

 

Was wäre also in so einer Situation am besten, für dich zu tun? Sollst du deine Wut, deine Enttäuschung hinausschreien?

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es unerlässlich ist, seine Gefühle klar zu kommunizieren. Auch, und vor allem deinem Kind.

Es will einen echten Menschen als Mutter haben, einen der ihm zeigt, dass es auch mal okay ist sich mies zu fühlen oder wütend zu sein.

Du darfst auch mal vor deinem Kind weinen. Denn du bist ein Mensch. Keine Maschine. Dazu noch eine hochsensible Mutter mit teils hochsensitiven Wahrnehmungen. Dein Sprössling wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch werden (oder auch ein Vater;) und fühlt sich deshalb sicherer und geborgener, wenn du ehrlich bist :) Wenn du deine Gefühle klar zum Ausdruck gebracht hast und sie auch intensiv gefühlt hast, die Fronten geklärt sind, ist es natürlich sehr sinnvoll sich erst mal zu beruhigen und tief zu atmen, um dann die Situation mit deinem Kind zu besprechen. Was ist passiert? Was hat dich so wütend gemacht? War es Verunsicherung? Oder Angst? Oder hat einfach etwas so nicht geklappt, wie es klappen sollte?

Solche Gespräche - natürlich je nach Alter - sind essentiell für eure Bindung. Damit ihr euch gegenseitig besser verstehen könnt und wieder miteinander in Harmonie kommt. :)

Du hast als hochsensible Mutter zu deinem hochsensiblen Kind eine so wertvolle, verständnisvolle Verbindung.

Achja und sollte gar nichts mehr gehen und du vor Wut übergehen, hilft es auch mal seine ganz Wut in ein Kissen zu brüllen ;)

 

Gerne unterstütze ich dich auch persönlich, den für dich richtigen Weg zu finden. :)

 

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