Perfektionismus – Oder wie du dich am wirkungsvollsten selbst begrenzt

 

Schon als Kind hatte ich das Gefühl immer alles perfekt machen zu müssen.

 

Denn dann bin ich gut und werde von allen geliebt. So meine Denke.

 

In der Volksschule war ich immer eine der Besten, ich habe immer alles so gemacht wie verlangt und dabei meinen Perfektionismus immer mehr perfektioniert ;)

Glücklich war ich aber nicht. Ich habe mich immer mehr zurückgezogen und meine Sachen gemacht. Immer alles perfekt machen zu wollen, nimmt ja sehr viel Zeit in Anspruch.

 

 

 

 

 

Die Perfektionismusfalle schnappt zu

 

 

 

In der nächsten Schule war ich dann nicht mehr so gut. Denn wenn du in mehreren Schulfächern alles perfekt haben willst, kann das nur schief gehen, oder?

 

Ich bin also immer schlechter und schlechter geworden in einigen Dingen und bekam immer mehr das Gefühl, ein Versager zu sein. Bäähm... die Perfektionismusfalle ist endgültig zugeschnappt.

 

Beruflich war ich eh nie wirklich zufrieden, da ich eine Scannerpersönlichkeit bin. So viele Talente, Begabungen und Interessen perfekt zu organisieren, das geht einfach nicht. Vor allem wenn man immer das Gefühl hat, man muss alle seine Talente beruflich leben.

 

Zu diesem Zeitpunkt war mir noch immer nicht klar, dass meine Unzufriedenheit in meinem Leben, großteils mit diesem Perfektionsanspruch an mich selbst zu tun hatte.

 

Beziehungen sind schief gegangen. Denn die perfekte Beziehung gibt es einfach nicht.

 

 

Mein Sohn, mein bester Coach

 

 

Und dann bin ich Mutter geworden.

 

Tja was soll ich sagen...

 

Mein Unglück war perfekt ;) Wenn du als Mutter perfekt sein willst, hast du schon verloren.

 

Ich habe natürlich mein Mutterdasein als Alleinerziehende nicht in Perfektion hinbekommen ;)

 

Ganz im Gegenteil. Ich hab mich immer mehr als Komplettversagerin gefühlt und meine Lebensfreude, oder das was davon noch übrig war, hat enorm darunter gelitten.

 

Dann kam das Chaos mit meinem Sohn, der mich das Perfekte am Unperfekten gelehrt hat.

 

Erst da habe ich verstanden, dass ich mich in meinem Leben mit meinem Perfektionismus enorm selbst eingeschränkt und begrenzt habe, weshalb klarerweise auch nichts dabei rausgekommen ist. Später kam meine Tochter und dann war es mit immer perfekt sein zu wollen eh sowieso ganz vorbei.

 

Unperfekt und glücklich

 

 

 "Das Perfekte am Unperfekten...das macht glücklich."

 

Wenn du dich so magst wie du bist, du als Mama und Frau glücklich bist, nur dann kann es deinen Kindern auch gut gehen. Genau DAS ist dann wirklich perfekt ;)

 

Wahrscheinlich geht es vielen von Euch auch so, oder zumindest so ähnlich ;)

 

Also warum wollen wir uns weiter selbst begrenzen? Perfektionismus ist out, Leute!!!

 

Unperfekt sein und das Leben genießen ist in :) Ein bisschen Chaos rockt!!!

 

Wir können sooo vieles erreichen und schaffen, wenn wir es mit Freude und Liebe zu uns selbst tun.

 

Pefektionismus ist NIE mit Selbstliebe oder Selbstakzeptanz verbunden.

 

Lasst uns endlich aufhören damit und lasst uns stattdessen unser Leben einfach leben.

 

Einfach Fünf gerade sein lassen und sich vom Leben führen lassen.

 

Du bist gut so wie du bist! Immer und zu jeder Zeit!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Karin Bezold (Mittwoch, 29 Juni 2016 10:51)

    Sehr authentisch und lebendig geschrieben. Danke für den Beitrag :)